Die Rentenbesteuerung von Grenzgängern aus Deutschland für das Steuerjahr 2016 und folgende ist neu, das hat der Bundesfinanzhof in Karlsruhe entschieden. Betroffen sind vorwiegend Erwerbstätige, die im Überobligatorium der beruflichen Vorsorge versichert sind. Sie brauchen für die korrekte Deklaration ihrer Einkommenssteuer neue Bescheinigungen – und einen scharfen Blick fürs Kleingedruckte.

Für in der Schweiz arbeitende deutsche Grenzgänger steht eine Veränderung in der Besteuerung von Renten bevor. So will es der Bundesfinanzhof im deutschen Karlsruhe laut einem Urteil von Ende Juli. Die Besteuerung von Beiträgen und von Leistungen aus der obligatorischen beruflichen Vorsorge (BVG, umgangssprachlich oft Pensionskasse genannt) wird rechtlich angepasst. Davon sind insbesondere Arbeitnehmer betroffen, die in der beruflichen Vorsorge im Überobligatorium versichert sind. Die Änderungen treten für das Steuerjahr 2016 in Kraft. Damit die Betroffenen ihre Einkommenssteuer korrekt deklarieren können, brauchen sie neue Bescheinigungen.

Deutsche Grenzgänger sind in der Schweiz grundsätzlich BVG-versichert, sofern sie der Alters- und Hinterbliebenenversicherung (AHV) unterstehen und die Beitrittsvoraussetzungen hinsichtlich Lohnhöhe und Alter erfüllen. Die deutschen Steuerbehörden haben bislang keine speziellen Bescheinigungen der Pensionskasse gefordert. Ganz anders in den Bereichen Kinderzulagen, Krankentaggeldbeiträge und anderen Elementen.

8. Februar 2017 ▪ Kategorie: Personalwesen

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Brigitte Zulauf

Partner und Leiterin Treuhand Schweiz

Brigitte Zulauf ist seit 2002 Partner bei PwC Schweiz und leitet den Bereich Treuhand. Sie betreut nationale und internationale Kunden rund um die HR-Compliance und Lohnbuchhaltung. Ihre Fachkompetenz erstreckt sich von IT-Umsetzungen über Prozess- und Verarbeitungsthemen bis zur Komplexität von Steuern, Quellensteuern, Sozialversicherungen und arbeits- oder vertragsrechtlichen Fragen im internationalen Kontext. Brigitte Zulauf referiert überdies an diversen Bildungsinstituten.

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